Frank Albers über die Gastronomie nach Corona: Wird Kobe-Fleisch der neue Standard?
Nach wie vor steht Europa im Gastro-Krisenmodus. Aber es wird – wenn auch sehr schleppend – geimpft und am Ende wird das Impfen den Weg in die neue Normalität ebnen. In Israel kann man bereits jetzt sehen, wie diese ungefähr aussehen wird: Bereits Anfang März wurden dort Restaurants und Cafés geöffnet.
Die Gäste brauchen einen sogenannten Grünen Pass, mit dem sie ihre vollständige Immunisierung gegen das Coronavirus belegen können. Zudem gelten Abstandsregeln: Tische müssen mindestens zwei Meter voneinander entfernt stehen, in Innenbereichen sind maximal hundert Gäste erlaubt. Im Außenbereich braucht man keinen Pass.
Aber wenn es dann so oder ähnlich auch hier bei uns zum Gastro-Restart kommt, wie sieht es mit der Verfügbarkeit von High-End-Beef aus? Wie steht es um die Versorgungslage aus den Quellen der höchsten kulinarischen Fleischfreuden?
Wir sind lieferfähig
Es wird nach der Öffnung der Gastro zu einer Phase der Fleischknappheit kommen. Das ist sicher. Die Leute sind hungrig und werden die Restaurants stürmen. Sie werden nicht die einfachen Gerichte bestellen, sondern eher das, was sie sich nicht zu Hause selbst zubereiten konnten.
Extravagante Gerichte wie große Tomahawks, Kobe Beef oder Onglets werden rennen. Jedem ist klar, dass dieser plötzliche Mehrbedarf nicht ad hoc und vollumfänglich mit frisch produzierter Ware bedient werden kann, zumal der Zeitpunkt der Öffnung erfahrungsgemäß nicht mehr als eine Woche im Voraus bekannt sein wird.
Trotzdem sind wir lieferfähig. Es sind Überhänge entstanden, welche wir nach einem strikten Regime einen Monat vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum schockgefroren haben. Auf das entstandene mächtige Reservoir können wir jederzeit zugreifen, um die Gastro spontan von jetzt auf gleich zu versorgen. Aus unserer Sicht kann es also losgehen!